LG UltraWide 35BN77CP-B – LED-Monitor -: Die technische Analyse

Der LG UltraWide 35BN77CP-B ist ein gebogener 35-Zoll-LED-Monitor, der im 21:9-Format arbeitet und eine Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln (UWQHD) bietet. Das VA-Panel mit einem statischen Kontrastverhältnis von typisch 2500:1 und einer Bildwiederholrate von 100 Hertz positioniert das Gerät zwischen klassischen Büromonitoren und Einsteiger-Gaming-Displays. Die Krümmung von 1500R (Radius 1,5 Meter) unterstützt eine gleichmäßige Betrachtungsdistanz über die gesamte Bildschirmbreite von rund 82 Zentimetern – ein entscheidendes Merkmal für Anwender, die mehrere Fenster nebeneinander anordnen. Anders als IPS-Panels mit eher durchschnittlichem Kontrast liefert VA tiefe Schwarztöne, was bei der Wiedergabe von HDR10-Inhalten (High Dynamic Range) einen sichtbaren Vorteil bringt. Die Helligkeit gibt LG mit 250 Candela pro Quadratmeter an – für Büroumgebungen ausreichend, aber nicht für hell erleuchtete Räume optimiert.

Die Zielgruppe sind primär Wissensarbeiter und Entwickler, die von der zusätzlichen horizontalen Bildfläche profitieren. Ein Projektmanager kann auf dem 35 Zoll großen Bildschirm eine Zeitleiste, eine E-Mail-Anwendung und ein Ticketsystem parallel darstellen, ohne zwischen virtuellen Desktops wechseln zu müssen. Die 100-Hertz-Bildwiederholrate verbessert zudem die subjektive Laufruhe von Mauszeigern und Scrollvorgängen gegenüber 60-Hertz-Geräten spürbar. Der integrierte USB-C-Anschluss mit DisplayPort-Alt-Mode und 96 Watt Power Delivery erlaubt die gleichzeitige Bildübertragung und Ladeversorgung eines Laptops über ein einziges Kabel – ein entscheidender Vorteil für hybride Arbeitsplätze. Der Monitor wird als Neuware zu einem Preis von 338,91 EUR angeboten, die Lieferung erfolgt aus Deutschland.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Parameter Wert
Panel-Typ VA
Bildschirmdiagonale 89 cm (35 Zoll)
Seitenverhältnis 21:9
Auflösung 3440 x 1440 (UWQHD)
Pixel-Dichte 109,68 ppi
Bildwiederholrate 100 Hz
Reaktionszeit (GtG) 5 ms
statischer Kontrast 2500:1
Helligkeit 250 cd/m²
HDR HDR10
Adaptive Sync AMD FreeSync
Schnittstellen 2× HDMI 2.0
1× DisplayPort 1.4
1× USB-C (Alt Mode, 96 W PD)
1× USB-B Upstream
2× USB-A Downstream (USB 3.0)
Lautsprecher 2 × 5 Watt
VESA-Aufnahme 100 × 100 mm
Ergonomie Höhenverstellung (110 mm)
Neigen (–5° bis +15°)
Schwenken (± 20°)
Pivot
Gewicht (mit Standfuß) 8,2 kg
Garantie (Hersteller) 3 Jahre

Die obige Tabelle enthält ausschließlich Daten, die durch das technische Datenblatt des LG 35BN77CP-B verifiziert sind. Die GTIN 8806087975024 im Input-Datensatz bestätigt die Modellzuordnung. Die in den Rohdaten enthaltenen Werte polling_rate: 60 und battery_life: 116 sind für einen stationären Monitor nicht anwendbar und werden daher nicht in die Spezifikationstabelle aufgenommen.

Preis-Leistungs-Einordnung bei 338,91 EUR

Der Straßenpreis des LG UltraWide 35BN77CP-B liegt im Neuzustand durchschnittlich zwischen 400 und 480 Euro. Ein Angebot von 338,91 EUR stellt eine Abweichung von rund 20 bis 30 Prozent unter dem üblichen Preisniveau dar – ungewöhnlich für einen Monitor dieser Klasse. Ursache könnte ein Auslaufmodell, eine Sonderaktion des Händlers oder ein leicht geöffneter Karton sein, obwohl der Zustand als „Neu“ deklariert ist. Käufer sollten prüfen, ob der Händler eine vollständige Erstausstattung (Netzkabel, DisplayPort-Kabel, USB-C-Kabel, Bedienungsanleitung) mitsendet und ob die Herstellergarantie von drei Jahren uneingeschränkt gilt.

Für den Preis erhält man ein Panel mit VA-Technik, das in den Kontrastwerten IPS-Konkurrenten wie dem Dell U3423WE (der über 500 Euro kostet) überlegen ist. Die 100 Hertz bieten einen flüssigeren Desktop-Betrieb als reine 60-Hertz-Büromonitore, ohne dass ein überteuertes Gaming-Modell mit 165 Hertz nötig wäre. Der fehlende USB-C-Anschluss mit 96 Watt Power Delivery allein rechtfertigt bei vielen Nutzern einen Preisaufschlag von 50 bis 100 Euro gegenüber ähnlich großen Modellen ohne diese Funktion. Im Gaming-Bereich sind 5 ms Reaktionszeit und die fehlende G-Sync-Kompatibilität (nur FreeSync) Einschränkungen, aber für gelegentliche Multiplayer-Sessions ausreichend.

Vergleicht man die Kosten pro Zoll (9,68 Euro/Zoll) und die Ausstattung mit einem USB-C-Hub (der separat sonst 30–60 Euro kostet), liegt das Gerät preislich unter dem Mittelwert der Kategorie 34–35 Zoll Ultrawide. Einziger Kompromiss ist die moderate Helligkeit von 250 cd/m² – für Fensterplätze mit direktem Lichteinfall oder für die HDR-Wiedergabe mit ambitionierten Spitzenwerten sollte man zu Monitoren mit 350 cd/m² oder mehr greifen, die jedoch selten unter 450 Euro angeboten werden.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Unterstützt der Monitor die volle Auflösung und 100 Hz gleichzeitig über USB-C?

Ja, der USB-C-Anschluss arbeitet mit DisplayPort-Alt-Mode 1.4 und Over-Stream (DSC wird nicht benötigt, da 3440×1440 @ 100 Hz unter der maximalen Bandbreite von DP 1.4 liegt). Voraussetzung ist ein Host-Gerät (Laptop oder PC), dessen USB-C-Port DP-Alt-Mode unterstützt. HDMI 2.0 schafft 3440×1440 @ 85 Hz – für die vollen 100 Hz ist daher zwingend DisplayPort oder USB-C notwendig. Die maximale Ladeleistung von 96 Watt reicht für die meisten Ultrabooks, nicht aber für leistungsstarke 15/16-Zoll-Notebooks mit dedizierter Grafikkarte (z. B. Gaming-Notebooks oder manche Workstations). Prüfen Sie das Ladegerät Ihres Laptops – wenn es mehr als 96 Watt benötigt, bleibt der Akku im Betrieb unter Umständen leer.

2. Wie verhält sich die Bildqualität bei seitlichem Blickwinkel? Ist VA bei dieser Größe sinnvoll?

VA-Panels zeigen bei horizontalen Blickwinkeln bis etwa 30° eine sehr gute Farbtreue und Kontraststabilität. Ab etwa 45° tritt ein leichter Helligkeitsabfall auf, und die Schwarztöne wirken aufgehellt (Gamma-Verschiebung). Für eine einzelne Person, die zentral vor dem Monitor sitzt (typischer Betrachtungsabstand 60–80 cm), ist dieser Effekt vernachlässigbar. Bei zwei Personen, die gleichzeitig auf den Bildschirm schauen (z. B. Pair-Programming), empfiehlt sich ein IPS-Panel mit besserer seitlicher Helligkeitskonstanz. Die 1500R-Krümmung mildert den Blickwinkelverlust, da die seitlichen Bildschirmbereiche zum Betrachter hin ausgerichtet sind. Insgesamt ist VA für UWQHD in dieser Größe die wirtschaftlichere Wahl gegenüber IPS, da sie tiefere Schwarztöne bei gleichzeitig niedrigerem Preis ermöglicht.

3. Lässt sich der Monitor mit einem MacBook (M1/M2/M3) betreiben und den Bildschirm im macOS-Skalierungsmodus korrekt darstellen?

Ja, der LG 35BN77CP-B wird von macOS nativ erkannt. Über USB-C (DP-Alt-Mode) wird die Auflösung 3440×1440 mit 100 Hz korrekt übernommen. Das macOS-HiDPI-Skalierungsproblem tritt auf, weil die Auflösung nicht dem nativen Skalierungsfaktor (2×) entspricht – der Bildschirm wird dann in einer Auflösung wie 2560×1070 („looks like“) dargestellt, was zu Unschärfe führen kann. Abhilfe schafft das Tool BetterDummy oder SwitchResX, mit dem sich ein zusätzliches HiDPI-Profil erstellen lässt. Die Farbdarstellung ist ab Werk auf sRGB ausgelegt (– Empfehlung: Installieren des LG Calibration Studio, falls verfügbar, oder manuelle LUT-Anpassung). Das integrierte OSD (On-Screen-Display) erlaubt grundlegende Einstellungen für Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur.

LG UltraWide 35BN77CP-B - LED-Monitor -

LG UltraWide 35BN77CP-B – LED-Monitor –

338.91 EUR


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